Hochwasser am Studienstandort Essen - nach der Überflutung kommt ein neuer Anfang

Zahlreiche Regionen in Deutschland und den europäischen Nachbarländern sind von einer gewaltigen Flutkatastrophe betroffen. Auch Teile von Kupferdreh in Essen wurden überflutet, so auch unser Institut an der Prinz-Friedrich Straße.


In der Nacht von Mittwoch den 14.07. auf Donnerstag den 15.07.2021 entwickelte sich der ansonsten beschauliche Deilbach zu einem reißenden Strom. Der Deilbach durchfließt unterirdisch das Gebiet an der Prinz-Friedrich-Straße. Gegen 03:30 Uhr informierte uns unser Sicherheitsdienst, dass an mehreren Stellen des Gebäudes Einbruchalarm gemeldet wurde. Die Wassermassen hatten an mehreren Stellen des Simulationszentrums die Fensterscheiben eingedrückt. Kurz nach dem Alarm war die Polizei und die Feuerwehr vor dem Gebäude und verwehrte uns aus Sicherheitsgründen den Zugang. Obwohl das gesamte Untergeschoss unter Wasser stand, war die Stromversorgung zunächst nicht unterbrochen. Nachdem im Laufe der folgenden Tage die Wassermassen abgepumpt und der Strom abgestellt wurden, konnten wir uns einen ersten Überblick über die Schäden verschaffen. Während die oberen Etagen des Institutes zum Glück vollkommen unbeschadet sind, wurde das medizinische Simulationszentrum im Untergeschoss vollständig verwüstet. Das eingedrungene Wasser hat das gesamte Mobiliar und alle technischen Geräte, wie Beatmungsgeräte, Narkosegeräte, Monitoranlage und alle Patientensimulatoren zerstört. Das Simulationszentrum besteht nicht mehr. Nach diesen dramatischen Ereignissen erfolgt jedoch ein neuer Anfang. Wir planen bereits ein neues Simulationszentrum mit neuer Technik und neuer Ausstattung.


Unser Online-Seminarbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Vorübergehend war unser Server ausgefallen, dadurch war der Empfang und Versand von E-Mails beeinträchtigt. Dieses Problem wird kurzfristig behoben. Das Studiensekretariat in Kalkar ist telefonisch wie üblich erreichbar.

 

Wir sind froh und dankbar, dass bei diesem Unglück ausschließlich Sachschaden entstanden ist und keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Wir betrauern die zahlreichen Menschenleben, die diese Katastrophe an anderen Orten gefordert hat und haben tiefes Mitgefühl mit denjenigen, die verletzt wurden oder ihr Hab und Gut verloren haben. Ein ganz herzlicher Dank den zahlreichen Helfern der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und den vielen Privatleuten und Firmen, die spontan ihre Hilfe angeboten haben. Und ein ganz großes Dankeschön an alle in unserem großartigen Team!

Kalkar, 19.07.2021
Ingrid Anslik und Herbert Hockauf